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Häufige Fragen und unsere Antworten (FAQ)

Warum muss überhaupt eine neue Fährlinie eingerichtet werden? Jetzt kommt man doch auch schon über die Elbe.

Die Verbindungen über den Fluss sind stark verbesserungsfähig, weil sie oft überlastet sind und Fähren weiter elbab von der Metropolregion zu weit entfernt liegen.


Wird das eine Art „Autobahn über Wasser“, die den Elbtunnel entlastet?

Die Fähre soll kein Autobahn-Ersatz sein und kann es allein von ihrer Kapazität her nicht. Wir rechnen mit durchschnittlich 900 Fahrzeugen pro Tag, die wir transportieren. Das macht bei mehr als 100.000 Fahrzeugen, die täglich den Elbtunnel passieren, nicht einmal ein Prozent aus. Uns geht es ausschließlich darum, für regionale Verkehre zwischen der Region Pinneberg-Wedel-Rissen und dem Alten Land einen neuen Weg zu öffnen. Wir werden dafür modernste Verkehrsleittechnik einsetzen, um Wartezeiten und Staus zu vermeiden. Ein weiteres Plus: Mithilfe von Carsharing, E-Bikes und guter Anbindung an den Nahverkehr könnten täglich mehrere Hundert Berufspendler aus beiden Regionen zumindest teilweise auf ihr Auto verzichten.


Welche Fahrzeuge sollen transportiert werden?

Befördert werden Pkw, Lieferwagen von Handwerkern auch mit kleinem Anhänger, Wohnmobile, Motorräder, Fahrräder und Fußgänger. Schwere Lkw werden nicht befördert.


Wer soll mit der Fähre angesprochen werden?

Berufspendler und Handwerker, die zuverlässig zu Arbeitsstelle und Auftraggeber müssen. Touristen, die mit Fahrrädern einen Ausflug ins Alte Land oder in die Wedeler Marsch machen möchten oder mit Motorrädern einen Rund-Kurs planen oder mit Wohnmobilen Landschaft erleben möchten, statt im Autobahn-Stau zu stehen. Außerdem alle Menschen in der Region, die mal schnell auf die jeweils andere Seite möchten, zum Shopping nach Wedel und Hamburg, nach Stade oder Buxtehude.


Was geschieht mit der Lühe-Schulau-Fähre?

Die Lühe-Schulau-Fähre ist in das Konzept eingebunden. Mit den beteiligten Kommunen werden Verhandlungen zur Übernahme aufgenommen. Die Leistungen der Lühe-Schulau-Fähre sollen gesichert, das Personal übernommen werden.


Wie hoch ist das Investitionsvolumen? Welche Kosten kommen auf die Kommunen zu?

Das Investitionsvolumen liegt nach derzeitiger Schätzung im unteren zweistelligen Millionenbereich. Die Kommunen werden keine finanziellen Nachteile zu erwarten haben.


Wie verhält es sich mit der Belastung von Anwohnern?

Auf der Südseite befindet sich der Anleger weit von dichter Bebauung entfernt. Auf der Nordseite wird der Anleger in den entstehenden BusinessParkElbufer integriert, in dem Unternehmen mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen entstehen sollen. Die Zu- und Abfahrt zur Bundesstraße erfolgt über die Industriestraße durch ein Gewerbegebiet, in dem keine Wohnnutzung stattfindet.


Welche Fahrpreise werden zu zahlen sein?

Die konkreten Summen stehen noch nicht fest. Die Preise werden sich an vergleichbaren Angeboten orientieren. Sie werden zeitlich gestaffelt sein, um Nachfragespitzen abzuflachen.


Ist der Sog und Schwell, den große Schiffe auf der Elbe verursachen, gefährlich beim Anlegemanöver?

In Gesprächen mit der Lotsenbruderschaft und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung haben wir dieses Thema ausgiebig kritisch durchleuchtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass man mithilfe von sehr starken Führungsdalben und hydraulischen Festmach-Klammern diese Kräfte auffangen kann. Nichts ist uns wichtiger als die Sicherheit unserer Gäste. Es wird im Betrieb auch darauf geachtet werden, dass An- und Ablegemanöver nicht gerade dann durchgeführt werden, wenn gerade ganz große Schiffe dort passieren.


Ist der Querverkehr der Fähre noch möglich, wenn bei der geplanten Elbvertiefung vor Wedel eine Begegnungsbox entsteht?

Das ist kein Problem, da die Fähren lange Wege parallel zur Fahrrinne fahren und so lange Zeit haben, um abschätzen zu können, wann zum anderen Ufer gedreht wird.


Was passiert bei Eisgang und Sturmfluten?

Sicherlich gibt es extreme Witterungsverhältnisse, bei denen aus nautischer Sicht der Fährverkehr eingestellt werden muss. Das wird aber nicht häufig vorkommen. Die Propeller unserer Schiffe sind beispielsweise vor Eis viel besser geschützt als bei den gängigen Fähren.


Wie steht es um die Deichsicherheit bei dem zu erwartenden Verkehr?

Voranfragen bei den Fachleuten des Deichverbands haben zu positiven Einschätzungen geführt. Die Deiche bleiben sicher.


Wie profitiert das Handwerk von der neuen Elb-Querung?

Für Unternehmen auf beiden Seiten ergeben sich neue Chancen – getreu des alten Sprichworts: „Konkurrenz belebt das Geschäft“ - und das kommt den Verbrauchern zu Gute.


Wie profitiert der Handel von der neuen Elb-Querung?

Nah-Versorger wie Supermärkte werden weiterhin ihren Kundenkreis aus der Nachbarschaft bedienen. Große Chancen ergeben sich für gut sortierte Fachgeschäfte und pfiffige Boutiquen, die man gern mal in seinen Einkaufsbummel einbezieht. Die Auswahl wird größer. Das Einzugsgebiet wächst und mit ihm die Kaufkraft.


Wie steht es um de landseitige Anbindung und Planung?

Eeblinien stehen mit den zuständigen Behörden und Eigentümern der Immobilien in engem Kontakt. Im Planungsstadium ist es nicht notwendig, selbst Eigentümer benötigter Flächen zu sein. In Bezug auf die Ausgestaltung von Straßen und Zufahrten können alle gesetzlichen Vorschriften problemlos eingehalten werden, sodass keine Gefahr besteht, wenn beispielsweise Wohnwagen-Gespanne die Verbindung nutzen.


Werden die Menschen nicht unter dem neuen Verkehr leiden?

Forschungen belegen eindeutig, dass (nicht nur) in der Metropolregion Hamburg die Verkehrsströme zunehmen werden – und zwar unabhängig davon, ob eine neue Fährverbindung eingerichtet wird oder nicht. Die neue Fähre hilft, die Verkehrsströme besser  zu lenken und das Leben von vielen Menschen angenehmer zu gestalten. Mit unserem Fährprojekt wollen wir die heute verfügbare Technik nutzen, um den Individualverkehr über die modernen Medien so zu lenken, dass kaum Wartezeiten entstehen. Außerdem zielen wir darauf, die Fähren auf beiden Seiten unmittelbar mit dem Nahverkehr zu verknüpfen. Wer heute mit dem Auto pendelt, kann morgen umweltfreundlich mit Bus, Fähre und sogar E-Bike fahren.